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Poker spielen wie die Profis + Bad Beats und Lucky Draw von Phil Helmuth

Phil Helmuth ist einer der schillerndsten und kontroversesten Personen der Pokerwelt.  Die Leute lieben oder hassen ihn, wobei wahrscheinlich die Mehrzahl wohl die letzteren sind.  Er hat ein hohes Ansehen, einschließlich vieler Turniergewinne und sogar einen Armreifen einer Großveranstaltung einer Wold-Series Meisterschaft.  Zusammen mit Johnny Chan und Doyle Brunson hat er die wichtigsten WSOP Armreifen der Geschichte (obwohl Chan und Brunson noch einige Veranstaltungen mehr gespielt haben).  Er ist bekannt als der Pöbel der Poker-Branche, und das aus gutem Grund.  Seine Tiraden und Beschimpfungen auf die anderen Spieler sind legendär.  Wird er geschlagen, fällt er oft auf den Boden oder macht ein anderes Spektakel um sich selbst.   All dies ist bedauerlicherweise (da es zu einem schlechten Benehmen an den Poker-Tischen führt) sehr telegen und beschert ihm bei jeder Veranstaltung, die er spielt, viel Zeit vor der Kamera.  Es hat dazu geführt, dass er der berühmteste Poker-Spieler geworden ist, und hat ihm ermöglicht, viele Bücher, DVDs und andere Produkte auf den Markt zu bringen.  Diese zwei Bücher sind einige dieser Produkte.

Ich werde mit Poker spielen wie die Profis, beginnen, ein Buch, das Helmut für angehende Spieler geschrieben hat, um zu … na ja eben zu spielen wie die Profis.  Es ist zwar nicht nett das zu sagen, aber ich mag dieses Buch nicht.  Einige Ratschläge darin, insbesondere der Ratschlag zum Limit Hold ‘em  sind ziemlich gefährlich.  Die Ratschläge in anderen Bereichen sind nicht ganz so schlimm, lassen aber zu wünschen übrig.

In Poker Spielen wie die Profis ordnet Helmuth die unterschiedlichen Spielertypen verschiedenen Tieren zu.  Das ist zwar keine schlechte Idee, und es ist nützlich, um Beispiele zu geben und um keine langen Spielerbeschreibungen abzugeben.  Er geht natürlich nicht sehr ins Detail, wenn er den “Adler” beschreibt, und spielt damit darauf an, dass er schon leicht über seinem bescheidenen Leser steht.  Das Buch ist in die geläufigsten Spiele unterteilt und Phil gibt oft Expertenratschläge von anderen Spielern.

Phil Helmuth wurde lange Zeit als mieser Spieler angesehen, und der immer ein willkommener Anhang bei Spielen mit einem hohen Limit war, an denen er gelegentlich teilnimmt.  Wenn er die Strategien benutzt, die er in seinem Buch vorschlägt, dann wundert es mich nicht, dass die anderen Spieler froh sind, ihn dabeizuhaben.  Im Abschnitt von Hold ‘em predigt er die seltsame Strategie, seine “Top Zehn Hände”  zu behalten und legt wenig Wert auf die Situation oder die situative Natur eines Spiels, das so komplex wie Texas Hold ‘em ist.  Das ist eine sehr enge Sicht eines Spielers, sogar für einen Anfänger.  In anderen Kapiteln ist er unklar, was seine konkrete Strategie betrifft und beschreibt verschiedene, oft weit auseinander liegende Strategien ohne zu erklären, welche er bevorzugt oder ohne die verschiedenen Situationen zu beleuchten, wann eine besser als die andere sein könnte.

Es könnte so wirken, als ob ich ein wenig barsch bei der Besprechung dieses Buches bin, aber es ist notwendig.  Das Buch ist nicht nur nicht hilfreich, sondern sogar gefährlich und potenziell ein sehr kostspieliger Ratschlag, wenn man ihn befolgt.  Das Buch hat auch einige gute Punkte, und wenn man die schlechten Ratschläge heraussiebt, bleiben ein paar hilfreiche Hinweise übrig, aber insgesamt sollte man dieses Buch besser umgehen.

So wie Poker spielen wie die Profis hat Helmuth auch Bad Beats und Lucky Draws geschrieben. Leider habe ich auch über dieses Buch nicht viel Gutes zu sagen.  Niemand hört gerne Geschichten darüber wie jemand geschlagen wird, und dieses Buch ist eine einzige lange Geschichte darüber.  Es gibt einige gewonnene Spiele von Helmuth, aber für meinen Geschmack zu viele verlorene Spiele, oder was Phil als Bad Beats bezeichnet.

Das schlimmste an diesem Buch, ist die einseitige Erzählweise von Helmuth.  Er versäumt es selten den Gegner so aussehen zu lassen, als wenn er einen riesigen Fehler gemacht hätte, auch wenn das gar nicht der Fall ist.  Das hat auf Spieler, die nicht so mit Phils einseitiger Erzählweise vertraut sind den Effekt, dass viele Spieler so erscheinen, als würden sie schreckliche Fehler begehen.

Es gibt dabei natürlich auch Ausnahmen. Einige Geschichten sind wirklich gut.  Der Gastauftritt von Ted Forrester war einfach großartig, und ein fantastischer Einblick in den Vorgang, wenn ein großer Spieler sein Blatt ausspielt.  Diejenigen, die an den Schritten interessiert sind, die die Weltklassespieler gehen, während sie die „Tour“ spielen, finden sicher, dass dies ein interessanter Blick auf das Leben (wenngleich auch irregulär) eines Turnier-Poker-Spieler ist.

Helmuths Anhängerschaft wird sicher finden, dass ich zu barsch mit der Besprechung dieser Bücher war.  Ich gebe gerne zu, dass Helmuth sicher nicht der einfachste Spieler ist, den man objektiv kritisieren kann.  Sein Benehmen führt zu starken Reaktionen bei Personen und darin bin ich keine Ausnahme.  Ich war für viele Jahre ein Fan von Helmuth und akzeptierte sein Benehmen als das einer emotionalen Person, die sich einfach nicht selbst kontrollieren kann.  Unglücklicherweise bin ich seine ständigen Herabsetzungen seiner Gegner leid.  Es ist eine Sache sich auf den Boden zu werfen und einen Anfall zu haben, eine andere aber ist, jemandem vor laufender Kamera zuzurufen wie dumm er ist.  Das tut aber hier nichts zur Sache, da dies hier keine Besprechung von Helmuth, sondern von seinen Büchern ist.   Ich habe mich sehr bemüht unparteiisch zu sein.  Ich habe diese Erklärung nur eingefügt, in dem Bestreben meinen Gefühlen gegenüber ehrlich zu sein.  Unabhängig davon, wer diese Bücher geschrieben hat, glaube ich, dass Spielen wie die Profis einer der schlechtesten Ratgeber über das Pokerspiel ist, der je geschrieben wurde.  Auch fand ich Bad Beats und Lucky Draws sehr schwierig zu beenden und Phils einseitig berichtete Geschichten fast unerträglich.  Lesen Sie diese Bücher auf eigenes Risiko.

         
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