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Pokertipp des Monats

Texas Hold'em Startblätter

Anders als bei anderen Pokervarianten braucht man bei Hold’em weniger Glück (von Profis auch Standradabweichung genannt) und folglich ist es auch weniger wahrscheinlich, dass man so viel Pech hat, wie bei den meisten anderen Spielen. Setzen wir mal voraus, dass Sie richtig spielen und sich noch keine Unarten angewöhnt haben oder mit Ihrer Strategie leichtsinnig umgehen.

Die wichtigste in Hold’em zu treffende Entscheidung ist, ob man die ersten zwei Karten spielen soll. Um Ihr Spiel einfacher und hoffentlich gewinnbringender zu machen, bieten wir Ihnen ein vereinfachtes Startblätter-System an.

Bitte beachten Sie, dass es viele Spiele gibt, die Sie abhängig von der Spielerzahl unterschiedlich spielen können. Ihre Spielzeit kann jedoch verbessert werden, wenn Sie stets diese Anfangsstrategie einsetzen.

Texas Hold’em Basisstrategie

Startblätter:
AA; KK; QQ; JJ; 10,10; 99; 88; 77; 66
55; 44; 33; 22; AK ; AQ; KQ
AJs = NUR SUITED
A, 10s = NUR SUITED
KJs = NUR SUITED
QJs = NUR SUITED

Bitte beachten Sie, dass diese Strategie darin besteht, die meisten der 17 Toppblätter von 169 möglichen Blättern zu spielen. Das heiβt, es wird eins von 10 Blättern oder 10% aller Toppblätter gespielt. (Wir sind uns dessen bewusst, dass wir oben 20 Hände aufgelistet haben; jedoch werden die 4 einfarbigen Blätter gleich nur einem verschiedenfarbigen Blatt, denn Sie werden diese Karten ungefähr ein Viertel häufiger als verschiedenfarbige Blätter bekommen. Anders gesagt spielen Sie nur die 17 aller Toppblätter oder 10% der 169 möglichen Blätter.)

Sie werden meistens davon profitieren, oben genante Hände zu spielen. Wenn Sie es tun, werden Sie gewinnen und Ihre Gegner davon abhalten, Ihre Spielstrategie zu entziffern.

Angenommen Sie spielen diese Blätter zum River und setzten sie aggressiv ein, dann sollten Sie eigentlich eine beträchtliche Summe der Pots gewinnen. Denken Sie daran, dass Sie nur die Toppstartblätter spielen, um als Favorit zu gewinnen, denn viele Spieler verlassen sich aufs Glück am Flop, nur um weiter zu spielen.

Bestimmt haben Sie bemerkt, dass wir einige Startblätter, die Favoriten vieler Spieler sind, ausgelassen haben. Sehen wir uns diese mal an:

A9 oder A oder irgendetwas Kleines: Das Blatt wird oft von Profis gespielt. Es ist auch ein Blatt, das ein oder zwei Asse, einen Straight oder einen Flush zu schlagen braucht, um die meiste Zeit zu gewinnen. Wenn Sie ein Ass geschlagen haben, können Sie sowieso von einem Spieler mit einem gröβeren Kicker geschlagen werden; vergessen Sie nicht, dass Ihr Kicker 9 oder kleiner ist. Die letzte Computeranalyse zeigt, dass es meistens kein gewinnbringendes Startblatt ist.

J, 10 oder J, Q suited oder unsuited: Sogar suited ist das Startblatt nicht so gut, wie es von den meisten Spielern vermutet wird. Wenn Sie nicht den Straight oder den Flush schlagen, wird es wahrscheinlich für Sie nicht gewinnbringend sein und kann Sie dazu bringen, den Straight oder Flush zu schlagen. Das Blatt wird normalerweise einen kleinen Pot gewinnen oder einen groβen Pot verlieren. Weil wir Ihre Verluste minimalisieren wollen, sollte dieses Blatt vorsichtig und in den richtigen Spielen gespielt werden. Das Blatt wird zwar bei der World Poker Tour gespielt, aber, wie schon gesagt, diese Strategie ist nicht für Turniere oder No Limits geeignet, sondern nur für Limit Poker.

6, 7s oder irgendwelche suited connector werden meistens nicht gewinnen. Wird Ihr Gegner gewinnen, wenn es gegen Sie gespielt wird? Klar, aber berücksichtigen Sie folgenden Fall: Wie würden Sie 6, 7s als Ihre einzige Hand gegen Spieler spielen, die nur die 17 oben genannten Startblätter gespielt haben und zwar aggressiv, und dabei selten raus gegangen sind und häufig erhöht haben, auch wenn Sie stark einsetzen, um sie zu vertreiben?

Warum empfehlen wir Ihnen, dass Sie eher Blätter z.B. 22 oder 33 als andere High Card Toppblätter haben? Die Antwort ist klar. Alle Paare sind besser als alle unpaarigen Startblätter, wenn sie zum River gespielt werden. Wir wissen, dass das nur ein sehr kleiner Vorteil für ein Blatt wie AK oder AQ ist (ungefähr 52% bzw. 48%). Das ist zwar ein kleiner Vorteil, aber das ist nicht der Hauptgrund dafür, dass wir empfehlen, kleine Paare zu spielen. Ein viel wichtiger Grund ist, dass Sie nur die Topblätter, die die meisten High Cards im Deck beinhalten, spielen. Es würde nicht lange dauern, dass andere Spieler Ihre hohen Startblätter merken und an Sie einsetzen, wenn der Flop mit niedrigen Karten käme. Wenn Sie Paare wie 22, 33, 44, 55 und 66 spielen und sie aggressiv einsetzen, werden Ihre Gegner nie wissen, was Sie haben, auch an einem Flop mit niedrigen Karten werden Sie manchmal Drillinge bekommen. Auβerdem bekommen Sie manchmal mit niedrigen Paaren ein Full House, das Sie sich unmöglich merken können und Sie haben ein Paar, was nach wie vor besser als irgendein Nicht-Paar ist.

Obwohl Sie weniger Blätter spielen, wenn Sie sie schon spielen, empfehlen wir Ihnen, sie aggressiv und oft zum River zu spielen, es sei denn, dass Sie einen Grund dafür haben, geschlagen zu werden. Wenn Sie die Entscheidung treffen, dieser Strategie zu folgen, müssen Sie jedes Blatt genauso spielen, aggressiv einsetzen und jedes Blatt vertrauensvoll erhöhen. Sie werden bestimmt viele Blätter verlieren, aber Sie werden auch viele Blätter gewinnen, wenn Sie richtig spielen. Sie sollten sowohl von straffen, als auch lockeren Spielen profitieren können.

Wenn Sie diese Strategie spielen, sollten Sie ab und zu auch andere Blätter spielen, damit ihre Gegner Sie nicht für vorhersehbar halten.

Aber garantieren wir, dass Sie mit dieser Strategie gewinnen? NEIN, weil Poker keine Garantie gibt. Denken Sie daran, dass alle erfolgreichen Pokerprofis zwei Methoden verbinden, nämlich die Auswahl guter Startblätter und das aggressive Spiel, wenn sie sich schon entscheiden, ein Blatt zu spielen.

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